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Kleine Kinder kleine Sorgen, große Kinder… – wer hat sich so einen blöden Spruch ausgedacht?

Unser kleiner Schatz ist nun fast 6 Monate alt.

Wie auch in der Schwangerschaft gab es für mich immer Höhen und verweinte Tiefen.
Ich bin bis jetzt durch die Schwangerschaft und die Geburt meines Sohnes weit über meine Grenzen hinausgewachsen.
Mein Leben ist schwieriger, unberechenbarer, aber auch voller Liebe geworden .
Und vor allen Dingen habe ich schlaflose Nächte.

Nun sage ich, hätte ich anfangs das gewusst, was ich jetzt weiß, wäre es für uns viel relaxter gewesen.
Ich habe viele Wochen noch stark an der sogenannten „Wochenbettdepression“ gelitten.
Hab mich einsam und verlassen gefühlt und vor allen Dingen total eingeschränkt.

Ich habe mir das einfach nicht so vorgestellt, wie es nun ist.
Ich dachte, das es ein Kinderspiel wird! Ein süßer Sohn . Ich als Supermami und Superhausfrau.

Das letzte trifft mal gar nicht zu und wird auch nie zutreffen, da ich nunmal keine passionierte Hausfrau bin!
Supermami kann ich bestätigen.
Warum fragst Du Dich jetzt sicherlich.

Das ist ganz einfach: weil ich auf die Bedürfnisse meines Sohnes versuche einzugehen. Nicht immer kann ich ihn zu Frieden stellen. Auch das musste ich mit vielen Tränen lernen.
Aber alleine das ich mir die beste Mühe gebe ihm alles zu geben, reicht voll und ganz!

Auch ich habe ihn schon mal angemotzt, weil ich mit den Nerven am Ende war.
Besonders zu der Zeit, als ich ihn keine 5 Minuten mal in seine Wippe oder auf seine Decke legen konnte um Hausarbeit zu machen.

Aber auch diese Zeit ist vorbei gegangen und hat mich bzw uns stärker gemacht.

Trotzdem meine ich auch, hätte ich das gewusst, was ich jetzt weiß; wäre ich ganz anders, routinierter mit ihm umgegangen und wir hätten uns nicht so intensiv kennenlernen können wie jetzt.

In den nächsten Wochen und Tagen möchte ich gerne den Erstmamis unter euch Mut machen!

Lasst euch nicht verscheissern und geht nach eurem Bauchgefühl.
Deshalb werde ich einige kurze Beispiele nennen, bei denen ich an meine Grenzen gekommen bin und zwangsweise darüber hinaus.
Teilweise hätte ich manchen Leuten den Hals umdrehen können, weil sie mich mit ihren (alten, aber gutgemeinten) Ratschlägen wahnsinnig gemacht haben und ich mich von meinem Mann nicht genug unterstützt gefühlt habe.
Ich habe mich anfangs von meinem Mann und meiner Familie im Stich gelassen gefühlt, jeder wusste es besser. Teilweise auch Bekannte, die gar keine Kinder hatten.
Tu dies, tu das, tu jenes.
Anfangs bin ich eingeknickt und habe es gemacht, aber dann dachte ich mir:
Sag mal, bist Du eigentlich total bescheuert??? Woher wollen die wissen was DEINEM Kind gut tut?
Und deshalb habe ich mich irgendwann „gewehrt“. Ich habe gesagt; danke für die Infos, ich bin anderer Meinung und basta.

Und musste so einige Lektionen lernen. Meine wichtigsten vier sind:

1. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden ! Wenn ich nix sage, kann ich auch auf keine Unterstützung hoffen.

2. Auch für meinen Mann ist es das erste Kind und er ist ebenfalls manchmal überfordert gewesen.

3. Ich MUSS auf mein Bauchgefühl achten, denn das ist der beste und einzig richtige Weg. Denn ICH muss was den Kleinen betrifft für alles gerade stehen. Das kann mir keiner abnehmen.

4. Nicht immer ist ein Schwangerenforum nützlich, da man sich gegenseitig wahnsinnig machen kann ! 😁

So, das sollte es erstmal gewesen sein.
Ich sitze nämlich mit Fieber beim Arzt und hoffe auf eine Lösung.
Gleichzeitig ist mein Kleiner auch total verschleimt und der Rest der Familie ist auch krank. Mein Mann erholt sich wieder !
Ich mag nicht mehr!!!! 😦

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